Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Universität

Seit der Veröffentlichung des ersten TUM Sustainable Futures Reports im Jahr 2024 hat die TUM ihre Nachhaltigkeitstransformation konsequent weiterentwickelt. Der Fokus hat sich von der Etablierung von Governance-Strukturen hin zur systematischen Umsetzung, Messung und kontinuierlichen Verbesserung nachhaltiger Entwicklung verlagert.
Der TUM Sustainable Futures Report 2026 macht diese Fortschritte in den sechs Handlungsfeldern der TUM Sustainable Futures Strategy 2030 sichtbar. Er zeigt zentrale Erfolge, bestehende Herausforderungen und Prioritäten für die kommenden Jahre auf. Der Bericht umfasst den Berichtszeitraum 2023 bis 2025.
Von der Strategie zu messbaren Fortschritten
Die Technische Universität München verfolgt mit der TUM Sustainable Futures Strategy 2030 das Ziel, sich ganzheitlich nachhaltig auszurichten und klimaneutral zu werden. Die gemeinsam mit Studierenden und Mitarbeitenden entwickelte Strategie definiert sechs Handlungsfelder sowie rund 100 Maßnahmen, mit denen Nachhaltigkeit systematisch im Universitätsalltag verankert werden soll. Zu den zentralen Zielen gehören die Reduktion von Treibhausgasemissionen, der Ausbau nachhaltigkeitsbezogener Forschung sowie die konsequente Verankerung von Nachhaltigkeit als Querschnittsthema in allen Bereichen der Universität.
Der TUM Sustainable Futures Report dient als zentrales Instrument zur Beobachtung und Bewertung der Fortschritte bei der Umsetzung dieser Ziele. Er verknüpft strategische Zielsetzungen mit umgesetzten Maßnahmen und messbaren Indikatoren und schafft damit eine transparente Grundlage für Rechenschaft, institutionelles Lernen und evidenzbasierte Entscheidungen. Durch den kontinuierlichen Ausbau der Datenverfügbarkeit und die Weiterentwicklung der Berichterstattung stärkt die TUM ihre Fähigkeit, Nachhaltigkeit systematisch zu steuern und Fortschritte langfristig nachzuverfolgen.
Die sechs Handlungsfelder im Überblick
Die sechs Handlungsfelder der Sustainable Futures Strategy 2030 bilden den Rahmen für die nachhaltige Entwicklung der TUM. Die folgenden Kennzahlen zeigen ausgewählte Fortschritte aus dem Berichtszeitraum 2023 bis 2025.
Research

Nachhaltigkeit wird durch interdisziplinäre Zusammenarbeit, verantwortungsvolle Forschung und strategische Forschungsschwerpunkte systematisch in Forschung und Innovation verankert. Der Anteil der Open-Access-Publikationen stieg bis 2025 auf 76 %. Die Forschung leistet zudem Beiträge zu den SDGs.
Education & Lifelong Learning

Die TUM bietet 115 Studiengänge mit Nachhaltigkeitsbezug, darunter 37 Bachelor- und 78 Masterstudiengänge. Nachhaltigkeitskompetenzen werden zunehmend in Studium und Weiterbildung verankert, um Studierende und Fachkräfte für die nachhaltige Transformation zu qualifizieren.
Entrepreneurship & Innovation

Im Jahr 2025 waren 58 TUM Start-ups (30 %) als nachhaltigkeitsorientiert eingestuft. Durch UnternehmerTUM und die TUM Venture Labs werden Forschungsergebnisse in skalierbare Innovationen für Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und gesellschaftliche Herausforderungen überführt.
Campus Operations

Die Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen sanken seit 2021 um 19,5 %, während der Anteil erneuerbarer Energien 45 % erreichte. Die TUM installierte 9.790 Photovoltaikmodule und erweiterte ihre Berichterstattung um zusätzliche Umweltindikatoren und Pendelverkehrsemissionen.
Governance & Community

Die Governance-Strukturen wurden durch das Sustainability Office, Sustainability Board, die Green Offices und universitätsweite Beteiligungsformate wie den Sustainability Day weiter gestärkt. Im Jahr 2025 wurden 24 neuberufene Professorinnen und Professoren als nachhaltigkeitsrelevant eingestuft.
Communication & Global Engagement

Strategische Partnerschaften, internationale Zusammenarbeit und gesellschaftliches Engagement fördern den Wissensaustausch über den Campus hinaus. 2024 und 2025 veranstaltete die TUM insgesamt 68 nachhaltigkeitsbezogene öffentliche Events mit Partnern aus Gesellschaft und Wirtschaft.
Neu im Report 2026
Im Vergleich zum ersten Bericht wurde die methodische Grundlage der Nachhaltigkeitsberichterstattung an der TUM in dieser Ausgabe gezielt weiterentwickelt.
Wichtige Neuerungen:
Standardisierte Prozesse zur Datenerhebung
Präzisierte Bilanzierungs- und Berichtsgrenzen
Neue Nachhaltigkeitsindikatoren
Erstmalige Berichterstattung zu Emissionen aus dem Pendelverkehr
Verbesserte Datenqualität und geringere Abhängigkeit von Schätzungen
Erweiterte Möglichkeiten zur Erfolgskontrolle und Vergleichbarkeit über die Zeit
Diese Weiterentwicklungen stärken die Fähigkeit der TUM, ihre Nachhaltigkeitsleistung systematisch zu bewerten, Fortschritte nachvollziehbar zu machen und fundierte Entscheidungen auf Basis belastbarer Daten zu treffen.
Ausblick: Die Transformation weiter vorantreiben
Die nachhaltige Transformation der TUM ist ein fortlaufender Prozess. In den kommenden Jahren wird die Universität den Klimaschutzplan weiter umsetzen, den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, die Nachhaltigkeitsberichterstattung weiterentwickeln und die Sustainability Intelligence Platform ausbauen. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsmaßnahmen künftig noch stärker datenbasiert zu steuern und ihre Wirkung transparent zu messen.
Zum vollständigen Bericht
Alle Kapitel lesen: TUM Sustainable Futures Report 2026
Häufig gestellte Fragen
Der TUM Sustainable Futures Report ist das zentrale Instrument der Nachhaltigkeitsberichterstattung der TUM. Seit 2024 informiert er regelmäßig und datenbasiert über die Fortschritte bei der Umsetzung der Sustainable Futures Strategy 2030 und nachhaltigkeitsbezogener Maßnahmen an der Universität.
Die Fortschritte werden anhand strategischer Ziele, umgesetzter Maßnahmen und quantitativer Indikatoren in den sechs Handlungsfeldern der Sustainable Futures Strategy 2030 gemessen. Der Bericht dient dabei als zentrales Instrument für Monitoring und evidenzbasierte Weiterentwicklung.
Die TUM Sustainable Futures Strategy 2030 ist unser Strategiepapier, mit dem sich die TUM zu einem ganzheitlichen nachhaltigen Handeln und der gemeinschaftlichen Aufgabe bekennt, sich zu einer klimaneutralen Universität zu entwickeln. Sie definiert sechs Handlungsfelder sowie rund 100 Maßnahmen, die die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Universität leiten.
Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie ist eine gemeinsame Aufgabe der gesamten TUM. Sie wird durch den Vizepräsidenten Sustainable Transformation, Prof. Dr.-Ing. Werner Lang, strategisch verantwortet und durch das TUM Sustainability Office koordiniert.
Als zentrale Koordinierungsstelle begleitet das Sustainability Office die Umsetzung der Sustainable Futures Strategy 2030, das Monitoring von Maßnahmen sowie die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Dabei verfolgt die TUM einen ganzheitlichen Ansatz, der ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.
Gemeinsam mit Studierenden, Mitarbeitenden sowie nationalen und internationalen Partnern arbeitet die TUM daran, nachhaltige Transformation innerhalb der Universität und darüber hinaus aktiv voranzutreiben.
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